Berichte & Studien

Erfahrungsbericht Dr. Klewer

Zahnarztpraxen PAR Aixcellence Olaf Klewer, Ann-Katrin Hinz

Mehr Sicherheit bei der Kariesdetektion spielt bei der langfristigen Vital-Erhaltung von Zähnen eine entscheidende Rolle. Um Zahnärzte bei der sicheren Beurteilung optimal zu unterstützen, bietet W&H mit dem neuen Facelight ein klinisches Hilfsmittel zur raschen Erkennung bakteriell infizierter Zahnhartsubstanz. Dr.med. dent. Olaf Klewer und Ann-Katrin Hinz, niedergelassene Zahnärzte in Aachen, setzen bereits seit mehreren Monaten auf den Einsatz von Facelight und berichten über ihre ersten Erfahrungen:


Ann-Katrin Hinz
Ann-Katrin Hinz
Dr.med. dent. Olaf Klewer
Dr.med. dent. Olaf Klewer

In Zeiten, in denen das Qualitätsmanagement einen immer höheren Stellenwert einnimmt, möchte man sich als Zahnarzt wieder um die augenscheinlich wichtigen Dinge kümmern: Die Patientenbehandlung. Dabei ist man stets darum bemüht, objektive und effiziente Methoden zu finden, mit denen Arbeitsabläufe verbessert werden. Ziel ist es, die Behandlung für den Patienten möglichst schonend zu gestalten.

Für jeden Zahnarzt bedeutet die richtige Beurteilung von Karies zu Beginn eine große Herausforderung - vor allem wenn sich die Behandlung auf pulpanahe Bereiche erstreckt. So steht man auf dem Gebiet der Kariesdetektion vor dem Dilemma, eine dauerhaft richtige Entscheidung zu treffen. Je weiter man sich der Pulpa nähert, desto weicher fühlt sich das Dentin an. Der Einsatz von Färbemitteln greift hier zu kurz, da deren Anwendung auch ohne kariöse Infektion im pulpanahen Dentin oder im Bereich der Schmelz-Dentin-Grenze aufgrund ihrer besonderen Morphologie zu einem Falsch-Positiven Ergebnis führt. Eine klare Kariesdiagnose ist somit nicht möglich.

Zudem kann es bei diesem Verfahren vorkommen, dass auch angrenzende Bereiche dauerhaft verfärbt werden. Auch der klassische Test mittels zahnärztlicher Sonde führt bei den Behandelnden vor allem dann zu Unklarheit, wenn die eigene Diagnose nicht bestätigt wird.

Mit der modernen FACE-Methode können Zahnärzte die Behandlungssituation aus einer neuen Perspektive betrachten und beurteilen. Dabei erweist sich das Ausleuchten der Kavität mittels Lichtsonde als einfaches und schnelles Verfahren. Die Ausdehnung des vorhandenen bakteriell infizierten Dentins ist direkt sichtbar, was vor allem die nötige Sicherheit bei deren Erkennung bringt. Aufgrund seiner hervorragenden Eigenschaften ist Facelight in unserer Praxis bereits seit zwei Monaten im Einsatz.

Mit Proface unterstützt W&H die rasche und sichere Diagnose von bakteriell infizierter Zahnhartsubstanz.
Mit Proface unterstützt W&H die rasche und sichere Diagnose von bakteriell infizierter Zahnhartsubstanz.

Das System besteht aus einer Lichtsonde und einer Filterbrille, die auch über einer normalen optischen Korrekturbrille getragen werden kann. Mit der Facelight Lichtsonde leuchtet man - ähnlich wie mit einer Polymerisationslampe - einfach nur die Kavität an. Durch den stattfindenden Stoffwechselprozess der Bakterien werden Porphyrine als Stoffwechselprodukte hinterlassen. Diese zeigen unter Beleuchtung mit violettem Licht eine klar erkennbare rote Fluoreszenz. Gesunde Zahnsubstanz kann man deutlich durch ihre grüne Fluoreszenzcharakteristik unterscheiden. Auf diese Weise ist die visuelle Erkennung von kariös-infizierten Bereichen möglich, die im Zuge einer Kariesexkavation selektiv entfernt werden können.

Während sich gesunde Zahnsubstanz unter der Lichtsonde durch eine grüne Fluoreszenzcharakteristik auszeichnet, sind bakteriell infizierte Bereiche deutlich durch ihre rote Fluoreszenz erkennbar.
Während sich gesunde Zahnsubstanz unter der Lichtsonde durch eine grüne Fluoreszenzcharakteristik auszeichnet, sind bakteriell infizierte Bereiche deutlich durch ihre rote Fluoreszenz erkennbar.

Schlussfolgerungen

Unsere Erfahrungen mit Facelight haben gezeigt, dass vornehmlich bei profundem Karies noch etwas mit der Facelight-Lichtsonde sichtbar war. Auffällig sind Schwierigkeiten bei dünnen Streifen oder Punkten. Diese können mittels klassischer Sonde nicht erkannt und daher nicht diagnostiziert werden.

Insgesamt sind 14 Patienten mit 67 Kavitäten untersucht worden. Von diesen 67 waren nach ersten Überprüfungen alle 67 laut klassischer Sonde kariesfrei. Erstaunlich war, dass 14 Kavitäten den Facelight-Test nicht bestanden haben. Von diesen 14, an denen trotz positivem Sonden-Test noch Karies vorhanden war, waren 11 dem profunden Karies zuzuordnen. Dieses vorläufige Ergebnis stimmt uns nachdenklich, sodass wir nun mit einem zweiten Facelight-Gerät weitere Daten sammeln werden. Damit ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass alle Behandelnden in unserer Gemeinschaftspraxis den Facelight-Test machen werden.

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